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Über unser Konzept


Unsere pädagogische Möglichkeiten
der heilpädagogischen Betreuung

Das Institut bietet eine flexibles Verbundsystem der Hilfen an:

a) Kinder und Jugendliche wohnen in mehreren übersichtlichen Wohngruppen oder in Erziehungsstellen und werden von stets dem selben Mitarbeiterteam mithilfe von ehrenamtlicher Unterstützung betreut;
b) Die jungen Menschen werden ganzjährig in Tagesgruppen betreut und wohnen zu Hause;
c) Junge Volljährige können sich zur Verselbstständigung sich im Betreuten Wohnen einüben (sie leben in einer Wohngemeinschaft mit Gleichaltrigen);

d) In Krisenfällen können ambulante Hilfen vereinbart werden, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen;

e) Die Praxisstelle für schulbezogene Krisenintervention befasst sich mit Schülern, deren schulische Bildungsmöglichkeiten in eine Sackgasse gerieten und bemüht sich um eine Wiedereingliederung in das Schulsystem; Unsere pädagogischen Möglichkeiten:

• Sorgfältige und differenzierte Strukturierung des Tagesablaufs unter besonderer Berücksichtigung gesundheitserzieherischer, nachhaltiger und ökologischer Prinzipien und bewusste Pflege von gemeinschaftlichen Lebensformen im Alltag;
• Intensive Lernhilfe und Lernbegleitung bezogen auf alle Schularten, Anleitung bei den Hausaufgaben, Aufbereitung des Lernstoffes, Hilfen bei Schul- und Lernschwierigkeiten; erweiterte Bildungsangebote;
• Sinnvolle Freizeitgestaltung in täglich wechselnden Arbeitsgruppen mit hoher Erlebnisqualität von der Ausdrucksmalgruppe über Fußball bis hin zur Tanz- und Theaterwerkstatt;
• Regelmäßige Ferienfreizeiten in allen Ferienabschnitten des Landes Baden-Württemberg und einer Vorortbetreuung;
• Individualisierte und spezielle Hilfen von der Anleitung zur Verselbstständigung (Kochen, Waschen, Putzen, Behördengänge, finanzielle Beratung beim Betreuten Wohnen etc.) bis hin zum Aufbau eines positiven Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins durch eine intensive Begleitung;
• Arbeitspädagogische und arbeitserzieherische Erprobungen von Ersterfahrungen bis hin zur Anleitung und Vermittlung von Betriebspraktika;
• Zusammenarbeit mit den Eltern, Jugendämtern, Schulen, Theaterhäusern, Kirchen und Vereinen vor Ort; Das Institut ging aus einem mehrjährigen Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg als freier Träger der Jugendhilfe hervor. Neue Wege in der intensivpädagogischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit erheblichem Betreuungsbedarf wurden erkundet und erprobt. Die Ergebnisse flossen in das Konzept des neu gegründeten Institutes für Heilpädagogik und Erziehungshilfe ein. Das Institut wird von einem gemeinnützigen Verein getragen und seit dem Frühjahr 2005 von einem Kuratorium begleitet und unterstützt. Den Kindern und Jugendlichen sollen Möglichkeiten zur Veränderung und Verbesserung ihrer bisherigen Lebenspraxis aufgezeigt und eröffnet werden. Dabei stehen die subjektiven Belange der jungen Menschen mit all ihrer Problematik im Mittelpunkt des Geschehens. Die zentrale Stellung des ‚einzelnen Falles‘ wird nicht losgelöst von den Notwendigkeiten einer umfassenden emanzipatorischen Sozialerziehung mit Blick auf die Herausbildung einer Verantwortung für die Gemeinschaft gesehen. Unser Konzept fußt auf einem eigenständig entwickelten Ansatz einer ‚Pädagogik vom Subjektstandpunkt‘. Damit dies nicht im luftleeren Raum stattfindet, wurden verschiedene Gremien der Selbstbestimmung aufgebaut. Des Weiteren heben wir die zentrale Bedeutung der Reichhaltigkeit von Sozialbezügen im Leben jedes einzelnen Menschen hervor. Wir fördern Sozialkontakte persönlicher und freundschaftlicher Beziehungen wie auch zu ortsansässigen Vereinen und Organisationen. Darüber hinaus beteiligen wir uns aktiv in der weltumspannenden UNESCO - Bewegung und im Aktionsbündnis Courage. Im Mai 2004 wurden wir Mitglied im Projekt ‚Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage’. Kathy Kelly, die bekannte Frontfrau der Kelly-Family hat dafür die Patenschaft übernommen. Flexibilität, Offenheit und Transparenz sind unverzichtbare Bestandteile unseres Konzeptes, dies wird durch das Verbundsystem der flexiblen Hilfen (von der vollstationären Hilfe über Tagesgruppen bis hin zu ambulanten Hilfeformen) unterstrichen. Therapeutische und spezielle Hilfen werden mit einem differenzierten, feinstrukturierten und sensibel verfeinerten System pädagogischen Handelns verbunden. Das zeigt sich insbesondere bei der intensiven Einzelbetreuung, bei den vielfältigen kulturellen, künstlerisch-ästhetischen oder tanz- und theaterpädagogischen Betätigungen. Im Einzelfall werden ambulante Therapien außerhalb des Institutes vermittelt. Eine Verselbstständigung bzw. Beendigung der Hilfe kennt ebenso viele flexible Lösungen wie die Durchführung der Hilfe selbst. Von der Rückführung in das ursprüngliche familiäre System über verschiedenste Zwischenstufen der Minderung der Hilfen bis hin zur Verselbstständigung im Institut ist alles denk- und realisierbar und von den jeweiligen Umständen abhängig.

Institut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe